Breitbandausbau
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Telekom übernimmt Betrieb der Glasfasernetze in Römerstein und im Landkreis Biberach

30.01.2026 | Ehingen (Donau)

Netzbetriebsverträge unterzeichnet: Telekom übernimmt Betrieb der Glasfasernetze in Römerstein (Landkreis Reutlingen) und im Landkreis Biberach

In der Gemeinde Römerstein im Landkreis Reutlingen sowie in 29 weiteren Kommunen im Landkreis Biberach wurde ein Meilenstein im Ausbau der digitalen Infrastruktur erreicht: Mit der offiziellen Unterzeichnung der Netzbetriebsverträge am 27. Januar 2026 ist die Grundlage für den künftigen Betrieb der passiven Glasfasernetze geschaffen. Erstmals wird die Deutsche Telekom GmbH als Netzbetreiber im Rahmen eines Projektes der OEW Breitband GmbH tätig.

Veränderte Rahmenbedingungen im Förderprogramm „Graue Flecken“ machten im Jahr 2024 eine Neuausschreibung des Netzbetriebs erforderlich. Auch wenn dies zu einer außerplanmäßigen Verzögerung im Projektverlauf führte, ist mit der Unterzeichnung der Verträge nun die Voraussetzung geschaffen, dass der Glasfaserausbau in Römerstein sowie in den Biberacher Gemeinden planmäßig fortgeführt werden kann. 
 
„Als OEW Breitband GmbH haben wir von Anfang an die Verantwortung für die Neuausschreibung übernommen, da wir das Risiko nachträglicher Klagen oder gar der Aberkennung von Fördergeldern nicht tragen wollten. Heute wissen wir, dass dieser Schritt richtig war. Natürlich bedauern wir die entstandene Verzögerung, freuen uns aber umso mehr, den Ausbau der geförderten Glasfaserinfrastruktur in den betroffenen Gemeinden nun förderkonform weiter vorantreiben zu können“, erklärt Andreas Seifert, Geschäftsführer der OEW Breitband GmbH. 
 
Den Zuschlag für den neu ausgeschriebenen Betrieb der Glasfasernetze hat die Deutsche Telekom GmbH erhalten. „Unser Anspruch ist klar: Wir bringen Römerstein und den Landkreis Biberach zusammen mit der OEW Breitband GmbH schnell und nachhaltig ans Glasfasernetz. Das Betreibermodell passt ideal in die Drei Säulen Ausbaustrategie der Telekom aus Eigenausbau, Förderung und Kooperationen: Die OEW Breitband GmbH schafft die passive Infrastruktur, wir betreiben sie offen und zuverlässig – für schnelle Aktivierung, echte Wahlfreiheit und Gigabit für alle Haushalte in der Region“, sagt Thomas Müller, Leiter Glasfaservertrieb Südwest der Telekom. „Mit einer hohen Zahl von bestehenden Kunden auf unseren bisherigen Netzen im Ausbaugebiet, bieten wir unserem Partner OEW die Möglichkeit einer schnellen und profitablen Auslastung ihres Glasfasernetzes.” Schnell und zuverlässig wird die Telekom künftig Haushalte in Römerstein sowie in den Biberacher Gemeinden Bad Buchau, Dürnau, Eberhardzell, Gutenzell-Hürbel, Hochdorf, Ingoldingen, Kanzach, Kirchberg an der Iller, Ochsenhausen, Riedlingen, Rot an der Rot, Schwendi, Seekirch, Steinhausen an der Rottum, Tiefenbach, Unlingen, Wain, Warthausen, Alleshausen, Mittelbiberach, Maselheim, Laupheim, Tannheim, Ummendorf, Burgrieden, Erlenmoos, Schemmerhofen, Oggelshausen, Dettingen an der Iller ans Glasfasernetz bringen. 
Die nun unterzeichneten Netzbetriebsverträge bilden zugleich die Grundlage für die Fortführung der bereits begonnenen sowie der geplanten Ausbauprojekte in den kommenden Jahren. 
Stefan Herzhauser (OEW Breitband GmbH) und Thomas Müller (Deutsche Telekom GmbH) beim Unterzeichnen der Netzbetriebsverträge
„Wir freuen uns sehr, dass die intensive Phase der Ausschreibung nun erfolgreich abgeschlossen ist. In den kommenden Monaten werden wir mit der Telekom in einen intensiven Austausch gehen, um Details der Zusammenarbeit zu konkretisieren, damit nach Fertigstellung der Baumaßnahmen der Netzbetreiber nahtlos übernehmen und den Bürgerinnen und Bürgern schnelles Internet in ihr Zuhause bringen kann. Wir sind zuversichtlich, eine vertrauensvolle und zukunftsorientierte Partnerschaft entwickeln zu können“, ergänzt Stefan Herzhauser, Geschäftsführer der OEW Breitband GmbH. 
 
Um die Neuausschreibung der Netzbetriebsverträge umsetzen zu können, musste das Projekt noch einmal grundlegend neu aufgesetzt werden. Bereits im September 2024 wurden daher neue Markterkundungsverfahren durchgeführt, ausgewertet und Fristen gesetzt, um ein vollständig förderkonformes Fundament zu schaffen. Der ursprünglich geplante Abschluss des Verfahrens zur Jahresmitte verzögerte sich durch zusätzliche Entwicklungen, etwa die Ankündigung eigenwirtschaftlicher Ausbauvorhaben, sowie Anträge auf Fristverlängerung durch an der Ausschreibung teilnehmende Netzbetreiber. Umso erfreulicher ist es, dass jetzt ein Ergebnis vorliegt und damit der Weg für den weiteren geförderten Glasfaserausbau in den sogenannten grauen Flecken geebnet ist. Die Planungen können damit in den kommenden Wochen weiter aktiv ausgebaut und die Bauumsetzung vorangetrieben werden.
 
Die beteiligten Kommunen in den Landkreisen Reutlingen und Biberach können nun optimistisch in die digitale Zukunft blicken: Der geförderte Glasfaserausbau geht weiter – und mit ihm die Vision eines flächendeckend schnellen und stabilen Internets für die Region.

 

Bei Fragen wenden Sie sich gern an: pressepostfach@oew-breitband.de